Was unsere Mitarbeitenden sagen

«Solche Erfahrungen zeigen mir, wie wertvoll unsere Arbeit ist und wie viel Kraft in kleinen, aber entscheidenden Schritten liegen kann.»

Als Familienberaterin bei Espoir erlebe ich täglich, wie wichtig es ist, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu begleiten. Besonders berührt hat mich 2025 der Fall einer Mutter, die trotz grosser privater und gesundheitlicher Herausforderungen den Mut fand, ihr Leben neu auszurichten. In der Beratung haben wir vor allem daran gearbeitet, die Perspektive ihres Sohnes einzunehmen: Was braucht er? Wie kann sie ihn unterstützen, ohne ihn zu überfordern? Wo muss sie ihm Vertrauen schenken, damit er eigene Schritte wagen kann, und wie kann sie ihn im Hintergrund stärken? Es hat mich tief beeindruckt, mit welcher Klarheit und Entschlossenheit sie diese Erkenntnisse umgesetzt hat – immer mit dem Fokus auf ihr Kind, aber auch mit dem Bewusstsein, dass sie selbst Unterstützung und Fürsorge verdient. Solche Erfahrungen zeigen mir, wie
wertvoll unsere Arbeit ist und wie viel Kraft in kleinen, aber entscheidenden Schritten liegen kann. 

Besondere Freude bereitet mir die Zusammenarbeit im Team. Auch wenn wir oft alleine unterwegs sind, gibt es Raum für Austausch – jedes Gespräch bringt neue Perspektiven, konkrete Ideen für das weitere Vorgehen
oder die Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Kombination aus Fachkompetenz, kollegialer Unterstützung und Humor macht die Zusammenarbeit für mich besonders wertvoll.

Maike Wenzel, Familienberaterin

«Die Pflegekinder beeindrucken mich am meisten. Wie viel Stärke und Anpassungsfähigkeit sie zeigen, trotz ihres teils grossen Rucksacks, den sie mit sich herumtragen.»

2025 war ein spannendes, lehrreiches und intensives Jahr. Ich durfte neue Familien begleiten und vielfältige Erfahrungen sammeln. Dabei wurde mir einmal mehr bewusst, wie wichtig es ist, anspruchsvolle Situationen
gemeinsam im Team zu reflektieren. Ich schätze bei Espoir sehr, dass dafür die Zeit da ist. Man erhält immer ein ehrliches Feedback, aber auch aufmunternde Worte.

Es gab auch viele schöne Momente. Wenn ich ein Kind schon fast seit seiner Geburt kenne und merke, dass es sich freut, mich zu sehen. Oder wenn ich Stellvertretungen mache und ein Kind fragt, wann ich wieder
einmal einen Besuch mit den Kindseltern begleiten werde. Wenn ich Pflegeeltern sehe, die sich unermüdlich für das Kind einsetzen. Auch freute es mich, wenn für eine Herausforderung eine kreative Lösung in Zusammenarbeit mit dem ganzen Helfersystem gefunden werden konnte. Das sind Momente, die mir zeigen, warum ich diese Arbeit so gerne mache. 

Ich habe 2025 gelernt, dass es sich lohnt, beharrlich zu bleiben, aber auch auf sich zu schauen und sich seiner Grenzen bewusst zu werden. Die Pflegekinder beeindrucken mich am meisten. Wie viel Stärke und Anpassungsfähigkeit sie zeigen, trotz ihres teils grossen Rucksacks, den sie mit sich herumtragen. Sie inspirieren mich, nach vorne zu schauen, Geduld zu haben und mich an kleinen Fortschritten zu erfreuen.

Monja Cerdeira Caraballo, Familienberaterin

«Mein Ziel ist es, dass alle Mitarbeitenden und Pflegeeltern zufrieden sind und Freude an ihrer Tätigkeit haben.»

Mir gefallen bei meiner Arbeit die vielen Themen, die ich bearbeiten darf. Von der Rekrutierung, Mitarbeitendenbetreuung und der Organisation von Anlässen bis zur Lohnverarbeitung – kein Tag ist wie der andere. Mein Ziel ist es, dass alle Mitarbeitenden und Pflegeeltern zufrieden sind und Freude an ihrer Tätigkeit haben. Ich versuche, stets ein offenes Ohr für sie zu haben, sodass sie mich mit allen Themen kontaktieren können – manchmal auch nur für eine Frage oder einen kurzen Austausch über Erlebtes, was sie bewegt, gestört oder erfreut hat.

Mein Highlight und gleichzeitig eine Herausforderung war die Implementierung eines Bewerbendentools. Das Programm zielt darauf ab, qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten frühzeitig zu identifizieren, den Auswahlprozess transparent zu gestalten und die Qualität der Entscheidungen sicherzustellen. Die Handhabung des Tools ist sehr gut kommentiert und fast selbsterklärend, was auch für die vorgesetzten Personen die Auswahl neuer Mitarbeitender vereinfacht. Es freut mich sehr, dass wir dies rasch, unkompliziert und in kurzer Zeit umsetzen konnten. Was immer wieder Spass macht, sind der jährliche Teamausflug und das Jahresessen, die ich plane und organisiere. Dieses Jahr waren die einen im Seilpark und die weniger Risikofreudigen beim Bogenschiessen. Mit den Kolleginnen und Kollegen einmal in einem anderen Rahmen Zeit zu verbringen, fördert Vertrauen, stärkt den Teamgeist und macht Spass – so kommen Ideen leichter ins Rollen und die Zusammenarbeit wird noch besser.

Nicole Savoy, HR-Generalistin

«Oft sind es auf den ersten Blick kleine Erfolge, die eine grosse Wirkung haben»

«Die Arbeit als Familienberaterin in der DAF bleibt herausfordernd, denn passende Lösungen für Pflegekinder und -eltern gibt es nicht von der Stange. Umso wertvoller sind die Momente, in denen sich meine Anstrengungen auszahlen und beispielsweise ein junger Care Leaver seinen Weg ins Erwachsenenleben findet.

Meine Berufs- und Lebenserfahrung ist dabei ein wertvolles Gut – nicht nur im Kontakt mit den Pflegekindern und ihrem Umfeld, sondern auch bei der Einarbeitung neuer Kolleg:innen. Jünger und unbeschwerter bringen sie frische Perspektiven mit, von denen ich lerne, besonders in digitalen Themen. Gleichzeitig gebe ich gerne mein Wissen weiter, um sie bestmöglich in ihrer Arbeit mit den Familien zu unterstützen und zu stärken.

Oft sind es auf den ersten Blick kleine Erfolge, die eine grosse Wirkung haben: eine spürbare Entlastung durch die Einrichtung eines Entlastungspflegeplatzes an einzelnen Wochenenden, die finanzielle Unterstützung einer Therapie oder die Weiterführung und Finanzierung einer Begleitung des Pflegeverhältnisses über die Volljährigkeit eines erwachsenen Pflegekindes hinaus. Besonders in Erinnerung bleibt mir ein Pflegekind, das durch ein angepasstes Setting und zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten wieder seinen Platz in der chule und der PSflegefamilie fand – ein Erfolg, weil es
mir gelang, auf einer bestehenden vertrauensvollen Beziehung aufzubauen. Es war eine grosse Herausforderung, da sie wie viele Pflegekinder von traumatischen Erlebnissen geprägt ist. Umso schöner war es zu sehen, wie sich die Situation stabilisierte und das Kind wieder seinen Platz fand. Solche Momente zeigen mir, warum meine Arbeit wichtig und sinnvoll ist.»

Irène Ammann, Familienberaterin

«Mein Highlight ist jedes Jahr das Pflegefamilienfest»

«Mir gefällt mein Job als Assistentin bei Espoir, weil ich unzählige kleine Dinge tun kann – seit 13 Jahren. Meine Arbeit bei Espoir ist sehr vielseitig, und ich tanze auf vielen Hochzeiten gleichzeitig. Das Jahr beginnt mit Listen und Zahlenauszügen aus unserem Auftragsprogramm und endet mit der Planung aller Sitzungen für das Folgejahr. Täglich läuft vieles über meinen Schreibtisch und durch mein Ohr, was diese Arbeit zu einer spannenden Drehscheibe macht. Von der Telefonbetreuung und dem Empfang bis hin zum Erfassen, Aktualisieren und Archivieren der Aufträge. Als Allrounderin
verschicke ich Protokolle und Berichte und erstelle den Bereitschaftsdienst-Einsatzplan, damit die Pflegeeltern rund um die Uhr eine Ansprechperson haben. Ich buche unsere internen Besuchszimmer und Sitzungsräume und versuche, einfache IT-Probleme zu lösen.

Mein Highlight ist jedes Jahr das Pflegefamilienfest, das ich zusammen mit einem Team organisiere. Es ist toll, die lachenden und bunt geschminkten Kinder zu sehen und die Familien, die gemütlich zusammensitzen – wenn sie nicht gerade einem Kind hinterherrennen müssen.

Nun freue ich mich auf meine letzten zwei Jahre bis zur Pensionierung und hoffe auf viele weitere schöne Erlebnisse bei Espoir.»

Trix Meier, Assistentin Fachbereiche

«Es war spannend, sie in wichtigen Lebensphasen wie dem Überttritt in die Sekundarschule, bei Schulabschlüssen, Volljährigkeit oder dem Einstieg ins Berufsleben zu begleiten.»

Im Jahr 2023 habe ich erstmals eine dreijährige Langzeit-Familienberatung abgeschlossen, die ich selber begonnen und allein durchgeführt habe. Die begleitete Familie bestand aus drei Kindern, die zu Beginn der Beratung 10, 13 und 16 Jahre alt waren. Es war spannend, sie in wichtigen Lebensphasen wie dem Übertritt in die Sekundarschule, bei Schulabschlüssen, Volljährigkeit oder dem Einstieg ins Berufsleben zu begleiten. Das mittlere Kind entschied sich zudem, nach Abschluss der Sekundarschule ein Austauschjahr in Amerika zu absolvieren. Die Vorbereitungen sowie den Umgang der Familie damit, sowohl organisatorisch als auch emotional, mitzuerleben und zu unterstützen, waren für mich neu und erforderten die fachliche Flexibilität, die ich an der Arbeit bei Espoir so schätze: Man weiss nie, welche Themen einem als Nächstes begegnen, und kann sich mit völlig Unvorhergesehenem auseinandersetzen.

Die älteste Tochter begleitete ich am intensivsten, auch über ihre Volljährigkeit hinaus. Bei dieser jungen Frau waren neben persönlichen auch gesellschaftliche Themen sehr aktuell. Beispielsweise beschäftigte die Frau das Thema Rassismus, den sie als Mitglied einer Familie mit amerikanischen Wurzeln erlebte. Parallel dazu entschied sich Espoir, antirassistisches Denken und Handeln durch Weiterbildung und internen Austausch zu fördern. Es war für mich ein Highlight, die Erkenntnisse aus der internen Arbeit in eine Familie einzubringen,
die direkt davon profitieren konnte (durch Aufklärung oder Material für Dritte). Ein Erlebnis, das in der Familienberatung nicht selbstverständlich ist.

Elisa Odinga, Familienberaterin

«Die Möglichkeit, Veränderungen in Familien zu bewirken, wenn auch manchmal in kleinen Schritten, motiviert mich immer wieder aufs Neue.»

Seit Juni 2023 arbeite ich als Familienberaterin bei Espoir. Vor meiner aktuellen Position war ich 13 Jahre lang im stationären Bereich tätig. Mir ist es sehr wichtig, einen guten Austausch mit einem Team zu haben. Anfangs hatte ich Bedenken, ob ich mich bei meiner Arbeit als Familienberaterin nicht zu sehr als Einzelkämpferin fühlen und mir ein Team fehlen würde. Diese Befürchtung konnte ich nach meinem Start sehr rasch ablegen. Wir pflegen untereinander einen sehr offenen Austausch. Gefässe wie regelmässige Teamsitzungen, Inter- und Supervisionen bieten mir die Möglichkeit, meine Anliegen einzubringen. Auch telefonisch kann ich mich jederzeit bei allen aus meinem Team, aber auch bei den Leitungspersonen melden. Auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachpersonen innerhalb eines Familiensystems kommt nicht zu kurz.

Die Arbeit als Familienberaterin finde ich sehr spannend, herausfordernd, abwechslungsreich und lehrreich. Besonders berührte mich die Rückmeldung einer Mutter, die seit unserer Begleitung nicht mehr weinen muss, wenn sie über ihr Kind spricht. Dies zeigt mir, dass meine Arbeit sinnvoll ist und ich am richtigen Ort bin.

Marion Schmidt, Familienberaterin

«Mir gefallen bei Espoir die vielfältigen Themen, die meine Arbeit umfassen.»

Mir gefallen bei Espoir die vielfältigen Themen, die meine Arbeit umfassen. Einerseits die direkte Arbeit mit Kindern jeden Alters, ihren Eltern und Pflegefamilien, andererseits die Zusammenarbeit mit den Beiständ:innen, Therapeut:innen sowie vielen anderen. Für mich ist es eine Bereicherung, mit unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten. Im Jahr 2023 konnte ich vielfältige Erfahrungen sammeln. Was mich natürlich besonders freut, sind die positiven Entwicklungen von Kindern und ihren Familien in den mir anvertrauten
Fällen. Ich durfte zum Beispiel ein Baby begleiten, das nach der Geburt in eine SOS-Pflegefamilie gekommen ist. Mittlerweile konnte das Kind wieder zu den Eltern zurückkehren und es scheint ihm sehr gut zu gehen. 

Natürlich gibt es auch Platzierungen, die besonders herausfordernd sind. Dies gehört zu meiner Arbeit und macht sie letztlich auch interessant und lehrreich. Dadurch werde ich angeregt und motiviert, mich weiterzubilden und mit neuen Themen und Gesichtspunkten zu befassen.

Im letzten Jahr konnte ich verschiedene herausfordernde Themen und Situationen begleiten, die sich wieder stabilisieren konnten. Dabei war die interdisziplinäre Zusammenarbeit sehr wichtig und hilfreich. Diese liegt mir besonders am Herzen, weil ich überzeugt bin, dass schwierige und besondere Situationen so am erfolgreichsten bearbeitet und gemeistert werden können.

Besonders unterstützend empfinde ich die wertschätzende und unterstützende Kultur bei Espoir.

Anita Lütolf, Familienberaterin

«Ich arbeite gerne bei Espoir, da ich einerseits eine hohe Selbstständigkeit in meiner Arbeit geniesse und mich gleichzeitig nie alleine fühle.»

«Bereits vor meiner Anstellung bei Espoir bin ich regelmässig mit den Themen Aggressionsmanagement und verbale Deeskalation in Kontakt gekommen. Es freute mich also sehr, dass Espoir eine Weiterbildung zum Thema Deeskalation im beruflichen Kontext organisierte. Die Weiterbildung war inhaltlich ansprechend und hatte einen guten Bezug zu konkreten Arbeitssituationen. Ich bin überzeugt, dass die regelmässige Auffrischung und die fortlaufende berufs- und situationsspezifische Auseinandersetzung viel zu unserem professionellen Handeln beitragen.

Aufgrund meiner beruflichen Vorerfahrung und fachlichen Weiterbildung beschäftige ich mich gerne mit medienpädagogischen Fragestellungen. Espoir zeigte sich dem Thema gegenüber sehr offen und ich durfte im Jahresverlauf drei medienpädagogische Inputs für das Team gestalten. Diese sind bei den Mitarbeitenden gut angekommen und es ergaben sich spannende Diskussionen. Ich bin auch hier überzeugt, dass eine fortlaufende Auseinandersetzung mit medienpädagogischen Themen für Espoir und seine Mitarbeitenden gewinnbringend ist.

Regelmässige Treffen für Teamsitzungen oder Inter- sowie Supervisionen ermöglichen einen regelmässigen Austausch mit anderen Teammitgliedern vor Ort. Die selbstständige Arbeitsplanung mit grosser Freiheit ermöglicht mir eine gute Vereinbarung von Familie und Beruf, was ich mit zwei kleinen Kindern sehr schätze.»

Andy Decurtins, Familienberater

«Die Kinder sind nicht nur in den unterschiedlichen Begleitformen von Espoir im Zentrum, sondern kriegen auch einen wichtigen Stellwert in der Mitarbeiterzufriedenheit.»

«Es ist bereits das zweite Mal, dass ich während meiner fünfjährigen Anstellung bei Espoir ein Kind bekommen habe. Wie bereits beim ersten Kind stellte ich einen Antrag auf unbezahlten Urlaub, den Espoir zu meiner Freude auf Anhieb bewilligt hat. Im April 2022 bin ich nach meiner neunmonatigen Abwesenheit wieder in die Arbeit als Familienberaterin eingestiegen. Wir einigten uns, dass ich zuerst niedrigprozentig einsteige und nach zwei Monaten auf mein Pensum von 50 Prozent erhöhe. Ich spürte, dass Espoir sehr interessiert daran war, mir einen guten Wiedereinstieg zu ermöglichen. Für mich und meine Familiensituation war es eine perfekte Lösung. Natürlich waren damit auch die Interessen von Espoir gedeckt, indem ich neue Fälle gestaffelt übernehmen konnte und die Planung vereinfacht war. Trotzdem erachte ich es nicht als selbstverständlich, dass vollumfänglich auf die Wünsche der Mitarbeitenden eingegangen wird. Die Kinder sind nicht nur in den unterschiedlichen Begleitformen von Espoir im Zentrum, sondern kriegen auch einen wichtigen Stellwert in der Mitarbeiterzufriedenheit.»

Irina Braunwalder, Familienberaterin

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